Bowle-Rezept
Pflaumen-Rotwein-Bowle mit Zimt
Rotwein und Pflaume passen ohnehin gut zusammen. Für eine Bowle braucht die Kombination aber Frische, sonst wird daraus schnell Glühwein ohne Temperatur. Orange, etwas Ginger Ale und nur wenig Zimt halten die Mischung fruchtig und lebendig.
- 8 Portionen
- 25 Min. Vorbereitung
- 45 Min. ziehen
- Mit Alkohol
- Einfach
Menge anpassen
Zutaten
Zutaten lassen sich antippen und abhaken. Die Mengen werden automatisch umgerechnet und auf praktische Werte gerundet.
Wie viel brauche ich für meine Runde?
Zubereitung
Eine Bowle mit Rotwein kann schnell in zwei Richtungen abrutschen: entweder sehr schwer oder sehr süß. Pflaume passt zwar hervorragend zu Rotwein, braucht aber etwas Frische daneben. Genau deshalb kommen Orange, Ginger Ale und Mineralwasser ins Spiel.
Die Gewürze bleiben bewusst im Hintergrund. Eine Zimtstange reicht vollkommen. Das Ergebnis soll nach Pflaume und Rotwein schmecken und nicht nach einem Glühwein, der vergessen wurde warm zu machen.
Welcher Rotwein passt?
Ein fruchtiger, trockener Rotwein ohne zu viel Holz ist die beste Basis. Merlot, Dornfelder oder ein leichter Tempranillo funktionieren beispielsweise gut.
Sehr schwere, tanninreiche Rotweine können kalt schnell kantig wirken. Für die Bowle brauchst du keinen besonders teuren Wein, aber einen, den du auch pur trinken würdest.
Pflaumensaft oder Pflaumen-Nektar?
Saft ist meist etwas leichter, Nektar voller und süßer. Beides funktioniert. Bei Nektar würde ich besonders auf die Menge des Ginger Ales achten, damit die Bowle nicht zu süß wird.
Wenn der Ansatz sehr kräftig ausfällt, ist zusätzliches Mineralwasser meist die bessere Korrektur als noch mehr Saft.
Pflaumen klein schneiden
Halbe Pflaumen sind für eine Bowle viel zu groß. Kleine Stücke lassen sich besser einschenken, geben schneller Aroma ab und können später problemlos mitgegessen werden.
Die Früchte sollten reif, aber noch fest sein. Sehr weiche Pflaumen zerfallen nach kurzer Zeit und machen die Bowle unnötig trüb.
Orange ohne Schale
Bei dieser Bowle kommt die Orange vollständig geschält hinein. Große Orangenscheiben mit Schale sehen zwar dekorativ aus, sind beim Trinken aber eher störend.
Außerdem vermeidest du so zusätzliche Bitterstoffe aus der weißen Haut. Kleine Fruchtstücke reichen für die frische Zitrusnote völlig aus.
Zimt und Ingwer sehr sparsam einsetzen
Eine Zimtstange kann auch kalt ziemlich viel Aroma abgeben. Nach ungefähr 30 Minuten solltest du deshalb anfangen zu probieren.
Ingwer ist optional und sollte ebenfalls nur leicht durchkommen. Zwei dünne Scheiben reichen. Mehr würde die Pflaume schnell in den Hintergrund drücken.
Brandy ist kein Muss
Ein kleiner Schuss Brandy oder Weinbrand passt sehr gut zu Pflaume und Rotwein, macht die Bowle aber natürlich kräftiger. Ohne funktioniert das Rezept genauso.
Warum Ginger Ale?
Ginger Ale bringt Kohlensäure, leichte Ingwernoten und etwas Süße. Mineralwasser daneben verhindert, dass die Mischung zu limonadig wird.
Wer eine trockenere Winterbowle möchte, kann weniger Ginger Ale und entsprechend mehr Mineralwasser verwenden.
Vorbereiten
Pflaumen, Orange, Wein, Saft und Gewürze können etwa 45 Minuten vorher zusammen kalt stehen. Zimt und Ingwer gegebenenfalls früher herausnehmen, sobald das Aroma passt.
Ginger Ale und Mineralwasser kommen erst zum Servieren dazu. Damit bleibt die dunkle Bowle trotz Rotwein überraschend frisch.
Dieses Rezept enthält Alkohol. Bitte genieße es verantwortungsvoll – nicht geeignet für Kinder, Jugendliche unter 18 Jahren, Schwangere und Stillende.