Wie viel Bowle benötige ich pro Person?

Die Frage kommt spätestens dann, wenn die Bowleschüssel auf dem Tisch steht: Wie viel Bowle brauchen wir eigentlich?

Zu wenig ist blöd. Zehn Liter für acht Leute aber auch.

Für eine brauchbare Planung reichen drei Angaben: Wie viele Leute kommen, wie lange wird gefeiert und welche Rolle spielt die Bowle dabei? Ist sie nur der erste Drink, steht sie neben Bier, Wein und Softdrinks oder soll sie den Abend größtenteils tragen?

Zahlen rein, Menge raus:

Anzahl Gäste, nicht Liter. Für sie wird eine eigene Menge gerechnet.

Steht meist auf dem Boden oder in der Beschreibung.

Die Rechnung hinter dem Bowle-Rechner

Für den Rechner nehmen wir zunächst rund 0,5 Liter Getränke pro Person und Stunde als Planungsgröße. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass jeder Gast jede Stunde einen halben Liter Bowle trinkt.

Zur gesamten Getränkemenge gehören schließlich auch Wasser, Bier, Wein, Softdrinks und alles andere, was auf dem Tisch steht.

Wie viel davon tatsächlich Bowle sein sollte, richtet sich danach, welche Rolle sie auf deiner Feier spielt:

  • Als Begrüßungsgetränk rechnen wir mit ungefähr einem Glas pro Person, also rund 0,2 Litern. Ob die Feier anschließend zwei oder acht Stunden dauert, spielt dafür keine Rolle.
  • Als eine von mehreren Möglichkeiten bekommt die Bowle ungefähr ein Drittel der geplanten Getränkemenge.
  • Als Hauptgetränk darf sie gut die Hälfte ausmachen. Auch dann wird kaum jemand den ganzen Abend ausschließlich Bowle trinken.

Bei längeren Feiern zieht der Rechner außerdem irgendwann die Bremse.

Denn sechs Stunden Feier bedeuten nicht automatisch sechsmal denselben Verbrauch. Auch andere Getränkerechner und Catering-Richtwerte berücksichtigen, dass zu Beginn meist mehr getrunken wird und der Verbrauch später abnimmt.

Bei Bowlevard ist deshalb bei ungefähr drei Gläsern Bowle pro Person Schluss.

Ein bisschen Reserve ist trotzdem keine schlechte Idee. Wenn die Schüssel um halb elf leer ist, kannst du schließlich nicht mal eben einen neuen Ansatz aus dem Ärmel schütteln – viele Bowlen brauchen vorher noch Zeit im Kühlschrank.

Alkoholfrei gehört von Anfang an mit auf den Tisch

Wer keinen Alkohol trinkt, hat deswegen nicht plötzlich weniger Durst.

Der Rechner fragt deshalb separat nach den Gästen, die alkoholfrei trinken, und verteilt die geplante Menge entsprechend. So entsteht nicht erst eine große alkoholische Bowle und daneben steht am Ende etwas Saft als Plan B.

Zwei kleinere Schüsseln finde ich bei gemischten Runden ohnehin schöner: eine mit Alkohol, eine ohne. Dann sind es einfach zwei Bowlen, aus denen man wählen kann.

Wie viel passt eigentlich in eine Bowleschüssel?

Viele klassische Glasschüsseln liegen ungefähr bei drei bis vier Litern, größere Modelle schaffen fünf oder sechs.

Für eine große Runde brauchst du deshalb nicht zwangsläufig ein Gefäß, in dem sonst ein Goldfisch wohnen könnte.

Du kannst auch einen zweiten Ansatz vorbereiten und später nachfüllen. Das hat sogar einen netten Nebeneffekt: Während Nummer eins schon eine Weile auf dem Tisch steht, wartet Nummer zwei noch kalt im Kühlschrank.

Eis in der Bowle? Kann man machen

Da scheiden sich tatsächlich die Geister.

Eiswürfel direkt in der Bowleschüssel sind völlig okay, wenn die Bowle ohnehin innerhalb überschaubarer Zeit getrunken wird. Sie sehen gut aus, halten die Mischung kalt und bei einer sommerlichen Bowle gehören sie für viele einfach dazu.

Der einzige Haken: Sie schmelzen.

Steht die Bowle mehrere Stunden auf dem Tisch, wird sie dadurch nach und nach verdünnt. Deshalb würde ich bei einer Bowle, die lange durchhalten soll, eher mit gut vorgekühlten Zutaten arbeiten und Eis zusätzlich in die Gläser geben.

Eine weitere Möglichkeit sind gefrorene Früchte, sofern sie zum Rezept passen.

Kurz: Eis ist Geschmackssache und eine Frage der Standzeit, keine Bowle-Sünde.

Wann sollte die Bowle angesetzt werden?

Das hängt ein bisschen von den Früchten ab. Viele Bowlen profitieren davon, wenn Früchte, Saft, Wein oder Spirituosen erst einmal ein bis zwei Stunden kalt zusammenstehen.

Bei weichen Früchten wie Erdbeeren darf es kürzer sein. Äpfel, Ananas oder andere festere Früchte vertragen meist mehr Zeit.

Was dagegen wirklich bis zum Schluss warten sollte, ist alles mit Kohlensäure:

Sekt, Prosecco, Mineralwasser, Tonic oder Ginger Beer kommen erst kurz vor dem Servieren dazu.

Sonst steht die Bowle zwar rechtzeitig fertig auf dem Tisch, hat ihren Sprudel aber schon größtenteils hinter sich.

Die Mengen in den Bowlevard-Rezepten kannst du direkt auf deine gewünschte Personenzahl hoch- oder runterrechnen. Dreisatz darf an dem Abend also ebenfalls frei haben.

Der Rechner hilft bei der Mengenplanung für eine Feier und ist keine Empfehlung zum Alkoholkonsum. Alkoholfreie Getränke gehören immer großzügig dazu; für Gäste unter 18 gibt es ausschließlich alkoholfreie Varianten.